Über den Pekingese
Der Pekingese (in Deutschland auch Pekinese oder Peking-Palasthund) ist eine von der FCI anerkannte chinesische Hunderasse (FCI-Gruppe 9, Sektion 8, Standard Nr. 207). Der Rassestandard wird von Großbritannien entwickelt.
Steckbrief
| Widerristhöhe | Siehe FCI-Rassestandard | |
| Gewicht | Siehe FCI-Rassestandard | |
| Lebenserwartung | Je nach Rasse 10-15 Jahre | |
| FCI-Gruppe | Siehe FCI-Standard | |
| Ursprung | Siehe Rassestandard | |
Charakter
Relativ klug, selbstbewusst, wachsam und mutig, aber auch anhänglich und verschmust. Er schenkt seine Zuneigung nicht jedem. Der Pekingese ist durchaus ein guter Wachhund; er bellt zwar nicht übermäßig, gibt jedoch sofort Laut, wenn Fremde auftauchen.
Optik & Körperbau
Der Pekingese ist ein kompakter Gesellschaftshund mit einem Körpergewicht bis 5,40 kg (viele Pekingesen sind auch leichter). Er trägt ein üppiges Haarkleid mit langen, geraden, eher harten Haaren aller Farben oft mit dunkler Maske. Der Rassestandard betont die Bedeutung der schwarzen Pigmentierung von Nase, Lefzen und Lidrändern. Der Kopf ist verhältnismäßig groß und hat ein flaches Profil. Die Rute ist hoch angesetzt und fest über dem Rücken zu einer Seite hin gebogen. Das üppige Haarkleid bedarf aufwändiger Pflege. Der Standard von 2009 beziehungsweise 2010 enthält eine Reihe von Änderungen.
Geschichte
Der Pekingese kommt aus dem Kaiserreich China und war früher ausschließlich dem Kaiserhaus als Palasthund vorbehalten. Wie der Lhasa-Apso und der Shih Tzu wurde der Pekingese früher auch Löwenhund genannt. Porzellan- und Jadefigürchen zeugen von jahrhundertealter Tradition der Darstellung des Pekingesen. Ihre Blütezeit erlebten sie während der Qing-Dynastie (1644–1912), aus der zahlreiche kleine Plastiken erhalten sind. Die Hunde selbst wurden mit großer Sorgfalt gezüchtet und besonders von der letzten Herrscherin verehrt. Es galt als undenkbar, sie fortzugeben oder gar einem der verhassten Eu
Haltung & Pflege
Der Pekingese benötigt eine artgerechte Haltung mit ausreichend Bewegung und Beschäftigung.
Gesundheit
Der Pekingese gehört zu den brachycephalen Rassen. Die vorstehenden großen Augen sind empfindlich, die kurze Nase bedingt Atemnot. Tierschützer kritisieren daher die Richtlinien für die Zucht sowie eine Zucht- und Ausstellungspraxis, die zunehmend extrem gestaltete Tiere fördert. Zucht, die absehbar zu Individuen mit Schäden führt, ist als Qualzucht verboten, der Pekingese gehört zu den in einem entsprechenden Gutachten aufgeführten Rassen. Bei der Crufts 2012 wurde der Titel Best of Breed nicht vergeben, da die nominierte Hündin den Gesundheitstest nicht bestand.
Bewegungsbedarf
Im Standard ist ferner neu festgelegt, dass jegliche Anzeichen von Atembeschwerden oder Unfähigkeit, korrekt zu laufen, inakzeptabel sind. Außerdem werden bestimmte Anomalien des Bewegungsapparats, die in der Rasse häufig waren, jetzt im Standard ausgeschlossen.
Trainierbarkeit
Der Pekingese ist mit konsequenter, positiver Erziehung gut trainierbar.
Familieneignung
Der Pekingese ist loyal zu seiner Familie und kann ein guter Beschützer sein. Frühzeitige Sozialisierung ist wichtig.
Wohnungsgeeignetheit
Der Pekingese ist klein genug für die Wohnungshaltung, braucht aber dennoch tägliche Spaziergänge.
Pflegeaufwand
Die Fellpflege des Pekingese erfordert regelmäßiges Bürsten. Ohren, Krallen und Zähne nicht vergessen.

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