Bouvier des Flandres

Über den Bouvier des Flandres

Der Bouvier des Flandres (niederländisch: Vlaamse koehond), der Flandrische Treibhund, ist eine von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) anerkannte belgische Hunderasse (FCI-Gruppe 1, Sektion 2, Standard Nr. 191).

Steckbrief

Widerristhöhe Siehe FCI-Rassestandard
Gewicht Siehe FCI-Rassestandard
Lebenserwartung Je nach Rasse 10-15 Jahre
FCI-Gruppe Siehe FCI-Standard
Ursprung Siehe Rassestandard

Charakter

Sein anhängliches Wesen und sein Schutzverhalten machen den kinderfreundlichen Hund zu einem guten Gebrauchshund. Er besitzt einen ausgeglichenen Charakter, er ist sehr ruhig, gelehrig, treu und aufmerksam. Bouviers fixieren sich meist sehr früh auf eine Bezugsperson. Bouviers mussten als Bewacher und Treiber von Großvieh und Pferden einen ruhigen, souveränen, mutigen Charakter entwickeln, blitzschnell entscheiden und reagieren können und anders als Schäferhunde, die in Kontakt mit dem Schäfer arbeiten, oft eigenständig handeln. Auch heute noch sind viele Bouviers ausgeprägte Persönlichkeiten,

Optik & Körperbau

Der Bouvier hat einen mächtigen Körper mit einer kräftigen Brust und einem kurzen, breiten, muskulösen Rücken. Sein Fell ist dunkel bis grau, meist mit Schwarz gestromt. Der langhaarige und rauhaarige Hund trägt einen für die Rasse typischen Schnauzbart, die Ohren sind hängend und mittellang, leicht abstehend. Früher wurden Ohren und Rute kupiert, was heute in Deutschland und vielen anderen Ländern verboten ist.

Geschichte

Dieser mehrere hundert Jahre alte Rassetyp stammt vielleicht von den Mastiffs ab, die spanische Conquistadores im 16. Jahrhundert während des niederländischen Unabhängigkeitskrieges in Flandern zurückließen. Er wurde 1910 als eigenständige Rasse anerkannt und erst 1922 wurde in Belgien entsprechend den Bestimmungen der FCI der Standard des Bouvier des Flandres festgelegt. Nach dem Ersten Weltkrieg war der Bouvier so gut wie ausgestorben und musste zurückgezüchtet werden. Der in Gent 1922 gegründete „Club national belge“ legte die Standards fest und seit 1960 wird streng an der Verbesserung der

Haltung & Pflege

Ursprünglich wurde der Bouvier des Flandres als Treibhund für Vieh und Pferde gebraucht. Außerdem wurde er als „Treidelhund“ eingesetzt, das heißt, er zog vom Ufer aus, auf dem sogenannten Treidelpfad, Kähne auf den Kanälen. Heute dient er als Familienhund, aber auch Hofhund, Schutzhund, Polizeihund und in Belgien und den Niederlanden gelegentlich als Zughund.

Gesundheit

Wie alle Rassehunde kann der Bouvier des Flandres rassespezifische gesundheitliche Prädispositionen aufweisen. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge wird empfohlen.

Bewegungsbedarf

Der Bouvier des Flandres benötigt regelmäßige Bewegung und geistige Auslastung.

Trainierbarkeit

Der Bouvier des Flandres ist lernfähig und kann mit konsequenter, positiver Erziehung trainiert werden.

Familieneignung

Der Bouvier des Flandres kann bei richtiger Sozialisierung ein guter Familienhund sein.

Wohnungsgeeignetheit

Die Eignung für die Wohnungshaltung hängt von Größe und Aktivitätslevel ab.

Pflegeaufwand

Regelmäßige Fellpflege, Ohrenkontrolle und Krallenpflege gehören zur Grundversorgung.

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