Über den Korea Jindo Dog
Der Korea Jindo Dog ist eine ursprüngliche, natürliche Hunderasse aus Südkorea. Die Rasse ist nach der Insel Jindo benannt, wo sie über Jahrhunderte isoliert gezüchtet wurde und ihre Reinheit bewahrte. Der Jindo gilt als nationales Naturdenkmal Südkoreas und genießt besonderen Schutz.
Steckbrief
| Merkmal | Rüde | Hündin |
|---|---|---|
| Größe (Widerrist) | 50-55 cm | 45-50 cm |
| Gewicht | 18-23 kg | 15-19 kg |
| Lebenserwartung | 12-15 Jahre | |
| FCI-Gruppe | 5 – Spitze und Hunde vom Urtyp | |
| FCI-Nummer | 312 | |
| Ursprung | Korea (Südkorea) | |
Charakter
Der Korea Jindo Dog ist ein außergewöhnlich treuer, mutiger und intelligenter Hund. Er bildet eine unerschütterliche Bindung zu seinem Besitzer und zeigt sich gegenüber Fremden reserviert bis misstrauisch. Seine Jagdinstinkte sind stark ausgeprägt, er ist ein ausgezeichneter Jäger von Reh, Wildschwein und Kleintieren. Trotz seines Independent-Charakters ist er anhänglich und besitzt ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl. Der Jindo ist reinlich und pflegt sich selbst wie eine Katze.
Optik & Körperbau
Der Jindo ist ein mittelgroßer, elegant gebauter Hund mit einem dichten, aufrecht stehenden Fell und aufrecht stehenden Ohren. Sein Körper ist athletisch und muskulös, jedoch nicht grobschlächtig. Das Fell ist doppelt: eine weiche Unterwolle und eine steife Deckschicht. Zulässige Farben sind Weiß, Rotbraun, Schwarz, Schwarz-Brand und Tiger (Brindle). Die buschige, sichelartig gekrümmte oder ringförmige Rute wird über dem Rücken getragen.
Geschichte
Die Geschichte des Jindo reicht über 1.500 Jahre zurück. Die Rasse entwickelte sich auf der Insel Jindo vor der Südkoreanischen Küste, wo sie durch geografische Isolation ihre Reinheit bewahrte. Ursprünglich als Jagdhund für Großwild eingesetzt, bewährte er sich auch als Wach- und Haushund. 1962 wurde der Jindo als nationales Naturdenkmal Nr. 53 Südkoreas deklariert. Seit 1995 ist die Rasse von der FCI anerkannt.
Haltung & Pflege
Der Jindo braucht einen erfahrenen Hundeführer, der Respekt vor seiner Intelligenz und seinem Unabhängigkeitsgefühl hat. Frühe Sozialisation ist essentiell, um Fremden gegenüber eine akzeptable Distanz zu wahren. Er ist extrem reinlich und kann daher auch in der Wohnung gehalten werden, benötigt aber ausreichend Bewegung. Die Fellpflege ist einfach: regelmäßiges Bürsten während der Fellwechsel genügt.
Gesundheit
Der Korea Jindo Dog ist eine sehr robuste und gesunde Rasse. Durch die natürliche Zucht gibt es kaum Erbkrankheiten. Gelegentlich können Hüftdysplasie und Hypothyreose vorkommen. Die Lebenserwartung liegt bei 12-15 Jahren. Regelmäßige Impfungen und Gesundheitschecks sollten selbstverständlich sein.
Bewegungsbedarf
Der Jindo hat einen hohen bis sehr hohen Bewegungsbedarf von mindestens 2-3 Stunden täglich. Er liebt lange Spaziergänge, Ausflüge in die Natur und besitzt eine beeindruckende Ausdauer. Durch seine Jagdinstinkte sollte er nur in sicher eingezäunten Bereichen frei laufen oder an der langen Leine geführt werden.
Trainierbarkeit
Der Jindo ist hochintelligent, aber eigenwillig. Er erfordert konsequente, positive Erziehung und reagiert nicht gut auf harte Methoden. Seine Loyalität kann zu einer Überbeschützung werden, wenn er nicht klar geführt wird. Frühe Sozialisation ist unverzichtbar, um Verhaltensproblemen vorzubeugen.
Familieneignung
Mit seiner Familie ist der Jindo extrem treu und liebevoll. Er toleriert Kinder gut, wenn er mit ihnen aufwächst. Fremden gegenüber ist er reserviert, was ihn zu einem guten Wachhund macht. Er verträgt sich meist gut mit anderen Hunden, aber seine Jagdinstinkte machen ihn ungeeignet für Haushalte mit kleinen Tieren.
Wohnungsgeeignetheit
Trotz seines Bewegungsbedarfs kann der Jindo in einer Wohnung gehalten werden, wenn er ausreichend Bewegung bekommt. Seine extreme Sauberkeit spricht für die Wohnungshaltung. Ein Haus mit Garten ist jedoch ideal, sofern dieser sicher eingezäunt ist.
Pflegeaufwand
Der Pflegeaufwand ist gering bis moderat. Das dichte Fell benötigt während der Fellwechsel regelmäßiges Bürsten, ansonsten reicht gelegentliches Kämmen. Der Jindo pflegt sich selbst sehr gründlich und hat kaum Geruchsentwicklung.

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