Über den Saarlooswolfhund
Der Saarlooswolfhund ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse aus den Niederlanden (FCI-Gruppe 1, Sektion 1, Standard Nr. 311). Diese einzigartige Rasse entstand durch die gezielte Kreuzung von Deutschem Schäferhund und Wolf und gilt als eine der wolfähnlichsten anerkannten Hunderassen der Welt.
Historische Herkunft
Der Saarlooswolfhund wurde in den 1920er Jahren von dem niederländischen Züchter Leendert Saarloos entwickelt. Saarloos wollte durch Rückkreuzung mit dem Wolf die Gesundheit und Robustheit des Deutschen Schäferhunds verbessern. 1935 wurde die Rasse in den Niederlanden offiziell anerkannt, die FCI-Anerkennung folgte 1975. Heute ist der Saarlooswolfhund eine geschützte, seltene Rasse.
Charakter und Wesen
Der Saarlooswolfhund ist ein zurückhaltender, sensibler und wolfähnlicher Hund. Er zeichnet sich durch seine starke Bindung an sein Rudel (Familie), seine Wachsamkeit und seine natürliche Scheu gegenüber Fremden aus. Er ist kein Anfängerhund – er braucht erfahrene Halter, die seine speziellen Bedürfnisse verstehen und ihm viel Freiraum in naturnaher Umgebung bieten können.
Aussehen und Merkmale
Der Saarlooswolfhund hat einen kräftigen, wolfähnlichen Körperbau mit langen Gliedmaßen und einem dichten, wasserabweisenden Fell. Sein Gang ist federnd und elegant. Die Farben reichen von wolfgrau über wildfarben bis hin zu dunkelgrau. Die gelben, mandelförmigen Augen und der dichte Bauch verstärken seine Ähnlichkeit zum Wolf.
Steckbrief
| Merkmal | Rüde | Hündin |
|---|---|---|
| Widerristhöhe | 65-75 cm | 60-70 cm |
| Gewicht | 36-41 kg | 30-35 kg |
| Lebenserwartung | 10-12 Jahre | |
| FCI-Gruppe | 1: Hütehunde und Treibhunde | |
| FCI-Sektion | 1: Schäferhunde | |
| Herkunftsland | Niederlande | |
| Charakter | Zurückhaltend, sensibel, wachsam | |
| Besonderheiten | Eine der wolfähnlichsten Hunderassen, naturnah | |
Pflege und Haltung
Der Saarlooswolfhund benötigt viel Platz, naturnahe Umgebung und ein artgerechtes Rudelleben. Seine Haltung ist in vielen Ländern an besondere Auflagen gebunden. Das Fell benötigt regelmäßiges Bürsten, besonders während der Fellwechsel. Er ist kein Hund für die Stadt – er braucht ausgedehnte Läufe in Wald und Feld.

Antworten