Über den Kishu
Der Kishu (auch Kishu Ken oder Kishu Inu) ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse aus Japan (FCI-Gruppe 5, Sektion 5, Standard Nr. 318). Dieser ursprüngliche japanische Jagdhund stammt aus der bergigen Kii-Halbinsel und wurde 1934 zum japanischen Naturdenkmal erklärt.
Historische Herkunft
Der Kishu wurde seit über 3.000 Jahren in der Region Kishu (heute Präfektur Wakayama und Mie) zur Jagd auf Wildschweine und Hirsche gezüchtet. Die Rasse entwickelte sich in den abgelegenen Bergregionen relativ isoliert und blieb so genetisch rein. 1934 wurde der Kishu zusammen mit anderen japanischen Urhunden zum lebenden Naturdenkmal erklärt. Die FCI-Anerkennung erfolgte 1964.
Charakter und Wesen
Der Kishu ist ein mutiger, ausdauernder und äußerst loyaler Hund. Er zeichnet sich durch seine hohe Schmerztoleranz, seine Zielstrebigkeit auf der Jagd und seine tiefe Bindung an seinen Besitzer aus. Gegenüber Fremden ist er natürlich distanziert. Er braucht einen erfahrenen Hundeführer, der seine dominante Natur und seinen starken Willen respektvoll führt.
Aussehen und Merkmale
Der Kishu hat einen gut proportionierten, muskulösen Körperbau mit kräftigen Gliedmaßen für das Berggelände. Sein Fell ist kurz, steif und dicht, meist in weißer Farbe (90% aller Kishu). Es gibt auch seltene Exemplare in Sesam, rot oder schwarz. Die weiße Farbe wurde bevorzugt, damit die Jäger ihre Hunde während der Wildschweinjagd besser vom Beuteunterscheiden konnten.
Steckbrief
| Merkmal | Rüde | Hündin |
|---|---|---|
| Widerristhöhe | 49-55 cm | 46-52 cm |
| Gewicht | 16-25 kg | 15-22 kg |
| Lebenserwartung | 11-13 Jahre | |
| FCI-Gruppe | 5: Spitze und Hunde vom Urtyp | |
| FCI-Sektion | 5: Asiatische Spitze und verwandte Rassen | |
| Herkunftsland | Japan | |
| Charakter | Mutig, ausdauernd, loyal | |
| Besonderheiten | 90% weiß gefärbt, japanisches Naturdenkmal | |
Pflege und Haltung
Der Kishu ist ein pflegeleichter Hund mit geringem Pflegeaufwand. Er benötigt viel Bewegung und geistige Herausforderungen. Aufgrund seiner starken Jagdinstinkte sollte er nur in sicher eingezäunten Bereichen frei laufen. Er ist ein dominanter Hund, der konsequente Führung und frühzeitige Sozialisation benötigt.

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