Drever

Über den Drever

Der Drever ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse (Standard Nr. 131, Gruppe 6, Sektion 1.3) aus Schweden. Er ist ein kurzbeiniger, kompakter Jagdhund mit ausgeprägtem Riechvermögen und jagdlichem Instinkt.

Steckbrief

Merkmal Rüde Hündin
Größe (Widerrist) 32-38 cm 32-38 cm
Gewicht 15-16 kg 14-15 kg
Lebenserwartung 12-15 Jahre
FCI-Gruppe 6 – Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
FCI-Sektion 1.3 – Kurzbeinige Laufhunde
FCI-Nummer 131
Ursprung Schweden

Charakter

Der Drever ist ein ausgeglichener, freundlicher und selbstbewusster Hund. Er zeigt ausgeprägte jagdliche Eigenschaften kombiniert mit einem angenehmen Wesen im Haus. Er ist treu, folgsam und arbeitsfreudig, behält aber seine Unabhängigkeit. Gegenüber Fremden ist er zurückhaltend, ohne ängstlich zu sein. Seine Stimme ist tief und melodisch, was ihm bei der Jagd den Spitznamen „singender Hund“ einbrachte.

Optik & Körperbau

Der Drever hat einen länglichen, tiefbrüstigen Körperbau mit kurzen, kräftigen Beinen. Sein Rücken ist lang und gerade, die Lendenpartie muskulös. Der Kopf ist breit mit deutlichem Stopp, die Ohren sind lang, breit und hängend. Das Fell ist kurz, dicht und glänzend in den Farben Schwarz, Bräunlichgelb oder Blau mit hellen Abzeichen (Loh). Typisch sind die weißen Abzeichen an Brust, Hals, Beinen und Schwanzspitze.

Geschichte

Der Drever entstand in Schweden durch die Zucht kurzbeiniger Jagdhunde, die speziell für die Jagd in schwedischen Wäldern mit dichtem Unterholz geeignet waren. Die Rasse wurde ursprünglich als „Drever“ bezeichnet, eine schwedische Abwandlung des deutschen Wortes „Drever“ für einen treibenden Hund. 1947 wurde die Rasse von der FCI offiziell anerkannt. Heute ist er der beliebteste Laufhund Schwedens und wird vorwiegend zur Treibjagd auf Hasen und Füchse eingesetzt.

Haltung & Pflege

Der Drever ist ein anspruchsloser Hund, der sich gut an verschiedene Lebensumstände anpasst. Seine kurze Fellpflege ist einfach – regelmäßiges Bürsten genügt. Da er ein Arbeitshund ist, braucht er ausreichend Bewegung und geistige Beschäftigung. Er eignet sich für aktive Familien, die Zeit für lange Spaziergänge haben. Seine Jagdleidenschaft erfordert sichere Freiläufe und Aufmerksamkeit beim Gassigehen.

Gesundheit

Der Drever gilt als robuste und gesunde Rasse mit wenigen erblichen Krankheiten. Gelegentlich können Probleme mit der Wirbelsäule aufgrund seiner kurzen Beine auftreten. Die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert werden, da hängende Ohren anfällig für Entzündungen sind. Mit guter Pflege und Ernährung erreicht er ein Alter von 12-15 Jahren.

Bewegungsbedarf

Als Jagdhund hat der Drever einen ausgeprägten Bewegungsbedarf. Mindestens 1-2 Stunden tägliche Bewegung sind notwendig. Er liebt es, zu schnüffeln und Spuren zu verfolgen. Ideale Aktivitäten sind Spaziergänge in der Natur, Mantrailing oder Nasenarbeitsspiele. Ein eingezäunter Garten ist von Vorteil, aber kein Muss, wenn ausreichend Gassi gegangen wird.

Trainierbarkeit

Der Drever ist intelligent und lernfähig, zeigt aber typisches Laufhund-Verhalten – er kann stur und eigenwillig sein. Konsequente, positive Erziehung mit viel Geduld ist wichtig. Frühe Sozialisierung mit anderen Hunden und Tieren ist empfehlenswert. Bei der Arbeit ist er fokussiert und eifrig, im Alltag braucht er klare Regeln und Geduld.

Familieneignung

Der Drever ist ein ausgezeichneter Familienhund für aktive Haushalte. Er ist liebevoll zu Kindern und verträglich mit anderen Haustieren, wenn er früh sozialisiert wurde. Seine Jagdleidenschaft erfordert Aufmerksamkeit bei Kleintieren. Er ist kein Wachhund im klassischen Sinne, meldet aber Fremde mit seinem tiefen Bellen.

Wohnungsgeeignetheit

Der Drever kann in einer Wohnung gehalten werden, wenn sein Bewegungsbedarf ausreichend gedeckt wird. Seine kompakte Größe ist dabei von Vorteil. Allerdings ist sein Bellen tief und laut, was in dicht besiedelten Gebieten beachtet werden sollte. Ein Garten zum Schnüffeln und Toben ist ideal.

Pflegeaufwand

Das kurze, glatte Fell des Drevers ist pflegeleicht. Wöchentliches Bürsten mit einer Gummibürste oder einem Fellhandschuh entfernt lose Haare und hält das Fell glänzend. Bei der Fellpflege sollten auch die Ohren, Augen und Zähne kontrolliert werden. Die Krallen wachsen bei regelmäßiger Bewegung meist von selbst ab.

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