Über den Hamiltonstövare
Der Hamiltonstövare ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse (Standard Nr. 132, Gruppe 6, Sektion 1.2) aus Schweden. Er ist ein eleganter, kräftiger Laufhund mit ausgezeichnetem Geruchssinn und außergewöhnlicher Ausdauer bei der Jagd.
Steckbrief
| Merkmal | Rüde | Hündin |
|---|---|---|
| Größe (Widerrist) | 53-61 cm | 50-59 cm |
| Gewicht | 23-27 kg | 20-24 kg |
| Lebenserwartung | 10-13 Jahre | |
| FCI-Gruppe | 6 – Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen | |
| FCI-Sektion | 1.2 – Laufhunde von mittlerer Größe | |
| FCI-Nummer | 132 | |
| Ursprung | Schweden | |
Charakter
Der Hamiltonstövare ist ein freundlicher, ausgeglichener und selbstsicherer Hund. Er ist ein ausgesprochener Einzelgänger auf der Jagd, im Familienkreis aber anhänglich und treu. Er zeigt große Ausdauer und Jagdleidenschaft, ist aber im Haus ruhig und anschmiegsam. Sein Temperament ist mittel bis lebhaft, er ist stets bereit zu arbeiten und zeigt beeindruckende Zielstrebigkeit.
Optik & Körperbau
Der Hamiltonstövare ist ein rechteckiger, kräftig gebauter Laufhund mit trockener Substanz. Sein Rücken ist lang und gerade, die Brust tief und gut ausgebildet. Der Kopf ist lang mit leicht gewölbter Stirn und deutlichem Stopp. Die Ohren sind hängend, mittellang und liegen eng am Kopf an. Das Fell ist kurz, glatt und dicht in der charakteristischen Tricolore: Schwarz, Braun und Weiß, wobei das Braun am Kopf und den Beinen dominiert.
Geschichte
Der Hamiltonstövare wurde im späten 19. Jahrhundert in Schweden von Graf Adolf Patrick Hamilton entwickelt, nach dem die Rasse benannt wurde. Hamilton kreuzte verschiedene englische Laufhunde, darunter den Foxhound, mit lokalen schwedischen Rassen. Ziel war ein vielseitiger Jagdhund für die schwedischen Wälder. 1921 wurde die Rasse von der FCI anerkannt. Heute ist er ein geschätzter Jagdhund in ganz Skandinavien.
Haltung & Pflege
Der Hamiltonstövare braucht viel Bewegung und Auslauf. Er ist kein Hund für die Wohnungshaltung ohne Garten. Seine kurze Fellpflege ist einfach, aber seine Ohren benötigen regelmäßige Kontrolle. Er sollte bei der Jagd oder durch Hundesport ausgelastet werden. Seine sensible Seite erfordert liebevolle, aber konsequente Erziehung.
Gesundheit
Der Hamiltonstövare ist eine robuste Rasse, kann aber zu Hüftdysplasie neigen. Gelegentlich treten Epilepsie und Augenerkrankungen auf. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge ist wichtig. Die Lebenserwartung liegt bei 10-13 Jahren bei guter Pflege.
Bewegungsbedarf
Sehr hoch! Der Hamiltonstövare ist ein Ausdauersportler, der täglich mehrere Stunden Bewegung benötigt. Lange Waldspaziergänge, Jogging oder Fahrradtouren sind ideal. Er ist ein ausgezeichneter Begleiter für aktive Menschen, die viel draußen unterwegs sind.
Trainierbarkeit
Der Hamiltonstövare ist intelligent und arbeitsfreudig, aber als Laufhund eigenwillig. Er braucht konsequente, liebevolle Erziehung ohne harte Methoden. Frühe Sozialisierung ist wichtig. Er eignet sich für jagdliche Arbeit, Mantrailing oder Canicross.
Familieneignung
Der Hamiltonstövare ist freundlich zu Kindern und ein treuer Familienhund, wenn seine Bewegungsbedürfnisse erfüllt werden. Er ist verspielt und liebevoll, braucht aber genügend Auslauf, um ruhig im Haus zu sein. Er verträgt sich gut mit anderen Hunden.
Wohnungsgeeignetheit
Weniger geeignet für reine Wohnungshaltung. Ein Haus mit Garten ist ideal. Er braucht Platz und Auslauf, um ausgeglichen zu bleiben. In einer Wohnung ist er nur mit extrem viel Bewegung und geistiger Beschäftigung zu halten.
Pflegeaufwand
Das kurze Fell benötigt nur gelegentliches Bürsten. Die Ohren sollten wöchentlich kontrolliert und bei Bedarf gereinigt werden, da hängende Ohren anfällig für Entzündungen sind. Regelmäßige Krallen- und Zahnkontrolle vervollständigen die Pflege.

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