Über den Berner Sennenhund
Der Berner Sennenhund ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse aus der Schweiz. Er gehört zur Gruppe der Sennenhunde und wurde ursprünglich als Viehtreiber und Wachhund auf Bauernhöfen eingesetzt. Mit seinem markanten dreifarbigen Fell und seinem freundlichen Wesen ist er heute ein beliebter Familienhund.
Steckbrief
| Merkmal | Rüde | Hündin |
|---|---|---|
| Größe (Widerrist) | 64-70 cm | 58-66 cm |
| Gewicht | 40-50 kg | 35-45 kg |
| Lebenserwartung | 7-10 Jahre | |
| FCI-Gruppe | 2 – Pinscher, Schnauzer, Molosser, Schweizer Sennenhunde | |
| FCI-Nummer | 45 | |
| Ursprung | Schweiz (Berner Oberland) | |
Charakter
Der Berner Sennenhund ist ein ausgeglichener, ruhiger und selbstbewusster Hund. Er zeigt sich freundlich und anhänglich gegenüber seiner Familie, aber zurückhaltend gegenüber Fremden. Er ist intelligent, lernbereit und besitzt eine natürliche Wachsamkeit ohne dabei übermäßig aggressiv zu sein. Seine ursprüngliche Verwendung als Treib- und Wachhund prägt sein Wesen bis heute.
Optik & Körperbau
Der Berner Sennenhund ist ein kräftig gebauter, mittelgroßer bis großer Hund mit einer markanten Dreifarbigkeit (schwarz-weiß-rot). Sein Haarkleid ist lang und seidig, mit einem buschigen Schweif. Der Körper ist muskulös und gut proportioniert, die Bewegungen sind kraftvoll und elegant.
Geschichte
Die Vorfahren des Berner Sennenhunds waren Treibhunde, die im Berner Oberland eingesetzt wurden. Sie begleiteten Bauern bei der Viehtrieb und bewachten Hof und Heim. 1907 wurde die Rasse erstmals systematisch gezüchtet, 1949 wurde sie von der FCI anerkannt. Ursprünglich war er ein Allrounder für die Landwirtschaft.
Haltung & Pflege
Der Berner Sennenhund braucht viel Bewegung und eine enge Bindung zu seiner Familie. Er ist nicht für eine reine Zwingerhaltung geeignet. Sein langes Fell erfordert regelmäßiges Bürsten (2-3x pro Woche), besonders während der Fellwechsel.
Gesundheit
Leider ist die Rasse anfällig für: Hüft- und Ellbogendysplasie, Magendrehung, Krebs (histiocytäres Sarkom, Mastzelltumoren), Progressive Retinaatrophie (PRA), Epilepsie, und Von-Willebrand-Syndrom. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei nur 7-10 Jahren, was für die Größe der Rasse typisch ist.
Bewegungsbedarf
Hoch – täglich mindestens 2 Stunden Auslauf mit vielfältigen Aktivitäten.
Trainierbarkeit
Sehr gut – intelligent und lernbereit, aber manchmal stur.
Familieneignung
Sehr gut – liebevoll und geduldig mit Kindern.
Wohnungsgeeignetheit
Mittel – eher für Haus mit Garten geeignet.
Pflegeaufwand
Hoch – regelmäßiges Bürsten erforderlich.

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